zurück

...... des 19. Jahrhundert
Immanuel Kant
* 22.04.1724 in
Königsberg
† 12.02.1804 ebenda
Deutscher Philosoph. Zunächst war Kant Hauslehrer, seit 1755
Privatdozent und von 1777 bis 1796 Professor für Metaphysik
und
Logik in seiner Heimatstadt. Kant führte die von Christian
Wolff
in ein System gebrachte Philosophie der Aufklärung auf ihren
Höhepunkt und überwand sie durch die Synthese aus
Empirismus
und Rationalismus im Kritizismus als der Lehre von den
Möglichkeiten und Grenzen der menschlichen Erkenntnis der sich
das
Ding an sich entzieht. In seiner praktischen Philosophie versuchte Kant
eine transzendentalphilosophische Begründung der Sittenlehre,
er
formulierte den kategorischen Imperativ als Ausdruck des Sittengesetzes
und entwickelt eine autonome Pflicht-Ethik. Werke von Kant sind u.a.:
- Kritik der reinen Vernunft 1781;
- Zum ewigen Frieden 1795;
weitere Informationen hier
...... 20er Jahre
Sigmund Freud geb. Sigismund Schlomo Freud
* 06.05.1856 in
Freiberg, Mähren
† 23.09.1939 in London
Österreichischer Arzt und
Psychologe. Begründer der Psychoanalyse als
Behandlungsmethode seelischer Störungen. Freud führte
psychische Erkrankungen, aber auch allgemeine Verhaltensweisen auf die
menschliche Triebstruktur und frühkindliche Prägungen
zurück, die im Unbewußten weiter wirken. Als
Hauptagens
betrachtete Freud den Sexualtrieb. Die Analyse diente bei Freud der
Aufdeckung von Auslöser für Fehlentwicklungen,
dafür zog
er u.a. auch die Traumdeutung heran.
- Tochter Anna Freud Psychoanalytikerin;
Werke von Freud sind u.a.:
- Zur Psychopathologie des Alltagslebens 1901;
- Das Unbehagen in der Kultur 1929;
weitere Informationen hier
...... der 40er Jahre
Albert Einstein
* 14.03.1879 in Ulm
† 18.04.1955 in Princeton, USA
Deutscher Physiker, seit 1940 amerikanischer Staatsbürger.
Einstein begründete mit der Entwichlung der speziellen 1905
und
der allgemeinen Relativitätstheorie 1916 sowie der
einheitlichen
Feldtheorie 1929 ein neues physikalisches Weltbild. 1921 wurde Einstein
mit dem Nobelpreis für Physik besonders für seine
Entdeckung
des Gesetzes des fotoelektronischen Effekts ausgezeichnet. Seit 1920
waren Einstein und die Relativitätstheorie heftig, meist
antisemitischen Angriffen ausgesetzt. Der engagierte Pazifist Einstein
emigrierte 1933 aus dem nationalsozialistischen Deutschland in die USA,
wo er im August 1939 mit einem Brief an Präsident Roosevelt
den
Anstoß zum Bau der Atombombe gab.
weitere Informationen hier
...... der 60er Jahre
Albert Schweitzer
* 14.01.1875 in Kaysersberg
im Oberelsass bei Colmar, Deutsches Reich
† 04.09.1965 in Lambaréné, Gabun
Elsässischer Theologe, Musiker, Arzt und Philosoph.
Schweitzer, der evangelische Pfarrer, baute seit 1913 als
Missionarsarzt in Lambaréné ein Tropenkrankenhaus
mit
Leprastation auf, für das er auf großen
Vortragsreisen die
Mittel beschafte. Theologisch war er Vertreter eines radikal
eschatologischen Jesusbildes, als Musiker ein bedeutender Interpret der
Orgelwerke Bachs. 1952 wurde im der Friedensnobelpreis verliehen. Werke
von Schweitzer sind u.a.:
- Geschichte der Leben-Jesu-Forschung;
- Das Christentum und die Weltreligionen;
- Kultur und Ethik;
- Verfall und Wiederaufbau der Kultur;
- Die Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben;
weitere Informationen hier
...... der 80er Jahre
Jean-Paul Sartre
* 21.06.1905 in
Paris
† 15.04.1980 in Paris
Französischer Philosoph und Schriftsteller. Satre
der
Großneffe von Albert Schweitzer, ging im
Herbst
1933 für ein Jahr als Stipendiat an das Institut
Français in Berlin. 1946 gründete er die
Zeitschrift "Les Temps modernes" und war ihr Direktor. Von 1952 bis
1956 war er KP-Mitglied. Nach Satre ist das Individuum zur absoluten
Freiheit verurteilt, was zur einer Ethik des engagement und der
politischen Verantwortung verpflichtet. Als Vertreter einer engagierten
Literatur ließ Satre seine Anschauungen in Romanen, Dramen
und
Drehbüchern praktisch werden. Satre lehnte 1964 den
Literaturnobelpreis ab. Werke
von Satre sind u.a.:
- Das Sein und das Nichts 1943;
- Die Fliegen 1943;
- Die Wörter 1964;
weitere Informationen hier
......des
21. Jahrhunderts
Benedikt XVI. geb. Joseph
Alois Ratzinger
* 16.04.1927 in
Marktl am Inn, Bayern
Oberhaupt der Römisch-Katholischen Kirche "Papst". Benedikt
XVI.
wurde von 115 teilnehmenden Kardinälen am 19.04.2005 im
vierten
Wahlgang, nach nur 26 Stunden Konklave, zum Papst gewählt. Vor
seinem Pontifikat als Papst war Joseph Ratzinger Dekan des
Kardinalskollegiums und Präfekt der Kongregation für
die
Glaubenslehre. Er galt als einer der bedeutendsten Kardinäle
und
wurde häufig als theologisch und kirchenpolitisch rechte Hand
Papst Johannes Pauls II. bezeichnet. In der öffentlichen
Wahrnehmung gilt Benedikt XVI. als konservativ. Bezüglich der
Kritiker der katholischen Kirche verfolgt Papst Benedikt XVI. eine
Politik der Offenheit zum Gespräch. Bereits in den ersten
Monaten
nach seiner Wahl ist Benedikt XVI. auch mit Vertretern des Judentums
sowie muslimischer Gemeinden zusammengetroffen. Dabei betonte er stets,
den Dialog der Religionen und Kulturen in der Tradition des 2.
Vatikanischen Konzils und seines Vorgängers, fortsetzen zu
wollen.
weitere Informationen hier
Anmerkungen hier |
|